Es war einmal, oder auch Es begab sich zu einer Zeit…

Ja  so beginnen Märchen, Sagen und andere Geschichten. Gibt es sie wirklich, die großen Abenteuerhelden? Diese mutigen Pioniere, die unerschrocken ihren Weg gehen, die immer wieder ihr Schicksal herausfordern?  Ja es gab sie, und es gibt sie auch heute. Denn schon 1911 hieß es in Pötrau „Tolerant auf festen Fundament“. Im November 1911 fanden sich neun Pötrauer Bürger zusammen und gründeten den Schützenverein Pötrau und Umgegend. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals Ludwig Niemann gewählt. Wilhelm Beckmann erwarb die in der „Mordmühle“ gelegene Scherersche Buschkoppel. Dort wurde der erste Schießstand mit je zwei 100 m und 75 m Ständen gebaut. Das erste Schützenfest feierte man Pfingsten 1912. Der erste König der Vereinsgeschichte war Heinrich Mente. 1949 wurde der Verein neugegründet. Bei der Gründungsversammlung waren 18 alte und 12 neue Mitglieder anwesend. Somit war der neue Verein „Büchener Schützenverein und Umgegend“ der Rechtsnachfolger des alten Schützenvereins von Pötrau und Umgegend. Viele Höhepunkte aber auch viele herbe Rückschläge erlebte der Verein in den letzten 100 Jahren.

In den folgenden Jahren wurden die Schießstände immer mehr erweitert und moderner. Heute hat der Büchener Schützenverein einen der modernsten Schießstände in Schleswig-Holstein. 2005 wurde die Bogensparte gegründet. 1954 gründete man die Jungschützenabteilung. Sportlich sind die Büchener Schützinnen und Schützen auf  Kreis-, Landes- und auch Bundesebene in den Jahren immer sehr erfolgreich gewesen.


Mit der Geschichte eines Vereins werden auch die Erinnerungen an Ereignisse aus dieser Zeit,  oder an Persönlichkeiten, wieder wachgerufen. Immer wieder wird in zahlreichen Gesprächen über Dinge berichtet, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Auch einzelne Vereinsmitglieder sind durch ihre Leistungen und durch ihren Einsatz für den Verein in Erinnerung geblieben.

Martin Bruhn

Die älteren Schützenbrüder unter uns werden sich noch an ihn erinnern. In seiner bestimmenden Art hat er als Oberst den Verein 12 Jahre geleitet. Seine Meinung wurde von allen respektiert und er war mitentscheidend für die Entwicklung unseres Vereins.

Otto Martens

Seine herausragende Persönlichkeit war in der Jägerschaft und bei den Schützen sehr geschätzt. Bekannt als „Onkel Otto“ war er in seiner humorvollen Art immer bereit anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Als Schießmeister war er Fachmann, der mit der Waffe nicht nur gut umgehen konnte, sondern auch für die Pflege sein ganzes Können und Wissen einbrachte.

Ernst Lange

Sein Name wird im Verein wohl unvergesslich bleiben. In seiner eignen Art hat er manchen Außenstehenden dazu bewegen können, dem Schützenverein beizutreten. Als langjähriger Schützenoberst wurde er von allen respektiert und geachtet. Bis ins hohe Alter war er stets mit seinen Schießleistungen ein Vorbild für alle Sport- und Jungschützen. Nach seinem Ausscheiden als Vorsitzender wurden seine Leistungen durch die Ernennung zum Ehrenoberst besonders gewürdigt.